Akademie

Exzellenzprogramm für Alte Musik

Beschreibung

Akademie

28.07.2024-18.8.2024

Konzerte 2024

Informationen

Dozent:innen 2024

mit Kurzvita

Exzellenzprogramm für Alte Musik

Die Barock Vokal Akademie bietet in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ein international außergewöhnliches Spezialisierungs-Programm für exzellente junge Sängerinnen und Sänger.

Die BVA richtet sich an junge Sängerinnen und Sänger, in der Regel nicht älter als 30 Jahre, deren Ausbildungsstand es ihnen erlaubt, sich inhaltlich und stilistisch auf exzellentem Niveau mit interpretatorischen Fragen auseinanderzusetzen. Wir möchten gerne die Persönlichkeit junger Künstler fördern und sie bei der Vernetzung ins Berufsleben unterstützen. Musikalische Neugier, Begeisterung und Aufgeschlossenheit für Repertoire auch mal abseits gängiger Pfade sind uns daher willkommen!

Unser Schwerpunkt liegt auf der Musik des Barock mit sämtlichen Facetten. Es wird bewusst der Bogen vom frühbarocken Repertoire bis hin zum Sturm und Drang eines Carl Philipp Emanuel Bach gespannt.

 

Beginnend um ca. 1600 bleibt die Basis der Vokalmusik bis weit ins 18. Jahrhundert hinein der Generalbaß. Sich als Kammermusikpartner zu begreifen und den Gesang in den Dienst des Ausdrucks zu stellen, das mag den Sängern zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit der allgemeinen Gier nach spektakulärer Vokalakrobatik etwas abhandengekommen sein. Dennoch wäre die große Dramatik und Virtuosität der Musik des Spätbarock und auch der Klassik ohne das Verständnis vokaler Kammer- und solistischer Ensemblemusik mit Begleitung des Generalbaß, des sog. Basso continuo nicht denkbar gewesen.

Die Barock Vokal Akademie widmet sich daher neben der Arienkultur des 18. Jh. auch dem Frühbarock, dem gängigen Repertoire und auch den unbekannteren italienischen, deutschen und französischen Werken. Gemeinsam mit den führenden Experten der Alten Musik soll die intensive Arbeit an stilsicherer Interpretation im umfassenden Sinn anregen zur weiteren Beschäftigung mit den vielen ungehobenen musikalischen Schätzen, die noch in Archiven schlummern.

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Akademie 28.7.-18.8.2024

 

Die 3. Barock Vokal Akademie widmet sich 2024 folgenden Themen:

Maria – geistliche Musik von Werner, Hasse, Fux

Es ist uns eine große Freude, dass wir den TeilnehmerInnen der Barock Vokal Akademie 2024 dank der Zusammenarbeit mit dem Haydneum und dem Dirigenten György Vashegyi ein ganz außergewöhnliches Angebot machen können: Altes neu zu entdecken, und nach mehr als 250 Jahren Werke von Gregor Joseph Werner (1693-1766) erstmals wieder aufzuführen! Werner war Hofkapellmeister der Familie Esterházy und in dieser Position Vorgänger Joseph Haydns.
Das geistliche Konzert widmet sich Vertonungen mit Bezug zur Gottesmutter Maria, z.B. Salve regina, Ave Maria, Regina coeli in Vertonungen von Gregor Joseph Werner, Johann Adolph Hasse, Johann Joseph Fux u.a.
György Vashegyi war bereits 2022 bei uns in Mainz und kehrt als Gastdozent der Barock Vokal Akademie zurück. Er wird mit Musikern des Orfeo Orchestra das erste Konzert der Akademie.

Non solo io – Vokale Kammermusik und Duette mit Begleitung des Continuo

Das Duettieren und Musizieren in kleine Ensembles gehört einfach dazu, wenn man Alte Musik verstehen möchte, außerdem macht es Spaß! Daher steht im Zentrum des zweiten Konzertes vokale Kammermusik zu mehreren Stimmen aus der Zeit des Spätbarock mit Werken von von Händel, Porpora, Durante u.a., mit dem Schwerpunkt Duette. Das Ensemble Suttonia wird als farbig besetzte Basso continuo-Gruppe die SängerInnen begleiten.

Händel – Alcina

Die Magie der Oper und Magie in der Oper, dazu eine gehörige Portion Drama, Liebe und fantastische Arien – das bietet Händels Zauber-Oper Alcina. Ein musikalischer Leckerbissen für SängerInnen und das Publikum!
Unter der Leitung des Dirigenten Paul Goodwin kommt im Abschlußkonzert ein Pasticcio aus Händels  Oper Alcina zur halbszenischen Aufführung. Das Neumeyer Consort übernimmt den Orchesterpart.

 

Wir bieten Einzelstunden mit den Gesangs-Coaches, Unterricht in Verzierungspraxis inkl. Kadenzgestaltung, Rezitativgestaltung, Auftrittstraining, Barocktanz, Round Tables, Vorsingen vor Agenturen und Konzertveranstaltern, Konzerte.

Schließlich wird unsere Arbeit ergänzt durch interessante Vorträge unserer Kollegen der Musikwissenschaft.

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Konzerte 2024

Konzerte 2023 – Impressionen

Dozent:innen der Barock Vokal Akademie 2024

Marie-Claire Bär Le Corre (Historischer Tanz)
ist regelmäßig als Dozentin zum historischen Tanzfestival Cracovia Danza in Krakau, seit 2010 zum indo-europäischen Tanzfestival in New Delhi eingeladen. 2009 nahm sie den Lehrauftrag für historischen Tanz an der Hochschule für Musik Nürnberg an, wo sie Renaissance- und Barocktanz unterrichtet. 2015 wurde sie dort auch Dozentin für Tanz und Bewegung für Sänger und Sängerinnen. Seit 2016 arbeitet sie regelmäßig mit Capella de la Torre und Katharina Bäuml in verschiedenen Projekten, in denen Tanz und Musik sich durch Recherche und Praxis ergänzend bereichern.
>> Marie-Claire Bär-LeCorre

Prof. Dr. Karl Böhmer (Musikwissenschaft)
unterrichtet an der HfM Mainz Stilkunde des 18. Jh. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des 18. Jahrhunderts: Bach, Händel, Alessandro Scarlatti und Mozart sowie Opera seria und Oratorium. Er hat zwei Bücher publiziert („Mozart in Mainz“, „Händel in Rom“) und etliche Aufsätze in Kongressberichten und Fachzeitschriften.
>>Karl Böhmer

Daniele Boccaccio (Korrepetition, ital. Aussprache)
ist Cembalist, Organist, Dirigent. Als Solist auf den jeweiligen Instrumenten, als Continuo-Spieler in kammermusikalischen Besetzungen und Orchestern und als Dozent an verschiedenen italienischen Instituten tätig, beschäftigt er sich außerdem mit der Edition unveröffentlichter Handschriften.
>>danieleboccaccio.it

Alessandro de Marchi (Dirigent Kammermusikprogramm: Non solo io)
folgte René Jacobs als langjähriger musikalischer Leiter und Intendant der Innsbrucker Festwochen, wo er auch den größten europäischen Wettbewerb für Barockgesang ins Leben rief, den Cesti-Wettbewerb. Als international gefragter Dirigent ist er ergelmäßig zu Gast u.a. an den Opernhäusern La Fenice, La Scala, Théatre de la Monnaie, allen drei Berliner Opernhäusern und allen wichtigen Konzertbühnen. Er arbeitet mit hervorragenden Orchestern und Sängern sowohl im barocken als auch nicht-barocken Bereich.
>>www.alessandro-de-marchi.net

Paul Goodwin (Dirigent, Händel: Radamisto)
begann seine Karriere als Barockoboist mit den führenden Barockorchestern der Welt, bevor er sich dem Dirigieren zuwandte. Seine beeindruckende Karriere umfaßt die Zusammenarbeit als Dirigent mit internationalen Spitzenensembles sowohl auf dem Gebiet der Barockmusik als auch mit Sinfonieorchestern. Er widmet sich daneben auch dem Unterrichten und entwickelt innovative Formen der Konzertgestaltung, mit großer Begeisterung auch Kinderprogramme.
>>www.paulgoodwinconductor.com

Prof. Dr. Ursula Kramer (Musikwissenschaft)
ist Dozentin an der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die Musik von Christoph Graupner. Ihre musikwissenschaftliche Beschäftigung mit Barockmusik geht über die reine Forschung hinaus. Sie legt Wert auf die Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse und setzt sie persönlich auch am (Barock-) Fagott in die Praxis um.
>>Ursula Kramer

Prof. Andreas Scholl (Barockgesang)
ist als Countertenor seit Jahrzehnten auf allen Bühnen der Welt zu Gast. Auf der Opernbühne sang er Händels Giulio Cesare, Bertarido (Rodelinda) und Arsace (Partenope) auf, u.a. an der Metropolitan Opera New York (mit René Fleming), in Glyndebourne, bei den Salzburger Festspielen (mit Cecilia Bartoli) und am Théâtre des Champs Elysées. Im Konzert trat er auf u.a. mit den Berliner Philharmonikern, New York Philharmonic, Royal Concertgebouw Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Akademie für Alte Musik Berlin, Freiburger Barockorchester, Academy of Ancient Music. 2005 war er als erster Countertenor Solist bei der Last Night oft he Proms in London.
Seit 2019 ist er Professor für Gesang am Mozarteum in Salzburg. Wir freuen uns, dass er unser Dozententeam erneut bereichert und über seine Bereitschaft, die Schirmherrschaft für die BVA 2024 zu übernehmen!
>>Andreas Scholl

Prof. Elisabeth Scholl (Barockgesang, künstler. Leiterin der BVA)
ist Spezialistin auf dem Gebiet Barockgesang und verfügt über eine reiche aufführungspraktische Erfahrung im Bereich Barockoper, -oratorium und -kantate, die nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit hervorragenden Dirigenten und Ensembles der Alten Musik geprägt wurde.
>> elisabethscholl.com

Markus Stein (Korrepetition, Kammermusik, Geschäftsführer der BVA)
ist Cembalist und Organist und Dozent für Basso continuo-Praxis an der Hochschule für Musik Mainz. Er ist gefragter Kammermusikpartner von Instrumentalisten und Sängern und betreut maßgeblich das Telemann Project mit.
>> cembalist-markus-stein.de

Prof. James Taylor (Barockgesang)
unterrichtet Gesang an der Yale University in den USA, gibt international Meisterkurse und ist Jurymitglied bei renommierten Gesangswettbewerben. Seine Karriere führte ihn auf die wichtigen Konzertpodien in der ganzen Welt. Das Werk Johann Sebastian Bachs und dessen Evangelisten-Partien stellen einen zentralen Punkt dar in seinem weit gefächerten Repertoire, das von Werken des Frühbarock bis zu den großen romantischen Oratorienpartien reicht. Außerdem hegt er eine große Liebe zum Liedgesang und unterrichtet mit Leidenschaft.
>> James Taylor

György Vashegyi (Dirigent – Maria)
ist Gründer und Leiter von Purcell Choir und Orfeo Orchestra und Dozent an der Liszt-Akademie in Budapest. Während seines Dirigierstudiums nahm er an Meisterkursen mit Helmut Rilling und John Eliot Gardiner teil. An der Hochschule für Musik Dresden studierte er anschließend Alte Musik unter John Toll. Unter seiner Leitung nahmen seine Ensembles nahezu 40 CD-Produktionen auf. Unter ihnen sind und zu seinen Konzerten zählen zahlreiche Welterstaufführungen, die auf seine Forschungen auf dem Gebiet der Alten Musik zurückzuführen sind. Seit 2017  und noch bis November 2023 ist er Präsident der Ungarischen Akademie der Künste. Seit Frühjahr 2020 ist er außerdem Präsident der Ungarischen Nationalen Kommission für Kultur. Auf seine Initiative geht die Stiftung „Haydneum“ zurück, die erste ungarische Nationalstiftung für Alte Musik.
>>György Vashegyi

 

 

Kontakt

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