Exzellente Weine – Exzellente Musik
Musikalische Fundraising-Weinprobe
zugunsten der Barock Vokal Akademie
Informationen
zur Veranstaltung
Flyer und Anmeldung
Künstler
des Events
Wenn exquisite Weine und exquisite Künstler zusammentreffen …
… um junge Begabungen auf dem Gebiet des Barockgesangs zu unterstützen, dann ist das ein ganz besonderes Event! Wir freuen uns ungemein, dass wir Sie herzlich einladen dürfen zu diesem einmaligen Erlebnis!
Zur Finanzierung des Exzellenzprogramms für Alte Musik, der Barock Vokal Akademie, ist es nötig, über die Grundförderung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hinaus finanzielle Mittel einzuwerben, die es uns ermöglichen, junge Sängerinnen und Sänger jeden Sommer mit Experten der Alten Musik zusammenzubringen, sie intensiv zu betreuen und anzuleiten und ihnen in orchesterbegleiteten Konzerten oder in Kammermusikabenden wichtige Auftrittserfahrungen zu geben. Der reiche Erfahrungsschatz unserer Dozenten und die Zeit, die wir uns in unserer Arbeit nehmen, sind wichtige Bausteine auf dem Weg zu einer beruflichen Karriere für junge Sänger.
Die musikalische Fundraising-Weinprobe ist eine unserer Bemühungen, die nötigen finanziellen Mittel einzuwerben! Helfen Sie uns durch Ihre Teilnahme auf unserem Weg.
Was erwartet Sie?
Vinologische und musikalische Kostproben mit wahren Weltstars. Die Proben der Weine des preisgekrönten Weinguts Robert Weil werden umrahmt von musikalischen Beiträgen unserer Stargäste:
Kammersänger Jochen Kowalski, als Countertenor auf den großen Bühnen der Welt zuhause, von der Metropolitan Opera New York über die Staatsoper Berlin und die Mailänder Scala, einst DER Orlofski in der Fledermaus.
Der Countertenor Andreas Scholl und seine Ehefrau Tamar Halperin, zuhause im Rheingau und gleichzeitig auf den internationalen Konzertbühnen.
Der Dirigent und aktuelle Schirmherr der Barock Vokal Akademie, Paul Goodwin, der ebenfalls eine enorm erfolgreiche Karriere vorweisen kann und alle großen Sinfonieorchester der Welt (naja, fast alle) dirigiert.
Und es gibt noch weitere musikalische Gäste. Lassen Sie sich überraschen!
Es erwartet Sie ein unterhaltsamer und hochkarätiger Nachmittag!
Die Künstler des Events
Kammersänger Jochen Kowalski
Die Laufbahn des Berliner Kammersängers Jochen Kowalski begann an der Komischen Oper Berlin. Viele herausragende Partien, meist in Inszenierungen von Prof. Harry Kupfer, haben ihn weltweit populär gemacht. Gastspiele führten ihn an alle führenden Opernhäuser Deutschlands genauso wie an die Wiener Staats- und Volksoper, die Opéra national de Paris, das Royal Opera House Covent Garden und die Metropolitan Opera in New York. Sein Repertoire umfasst ebenso Barockopern von Monteverdi, Händel, Gluck bis Mozart wie Franz Schuberts Liedzyklen oder Olga Neuwirths »Hommage à Klaus Nomi«. Mit vielen zeitgenössischen Komponisten wie Arvo Pärt, Rolf Liebermann, Johannes Kalitzke und James Reynolds hat er erfolgreich zusammengearbeitet. Er ist gern gesehener Gast bei nationalen und internationalen Festivals. In den Konzertsälen bedeutender Musikzentren wie Wien, Moskau, St. Petersburg, Barcelona, Madrid, Paris, London und Tokio .Seine vor einiger Zeit erschienene Autobiografie haben ihn einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Er gilt als Wegbereiter des Countertenor-Gesanges in Deutschland. Sein künstlerisches Schaffen wurde mit vielen nationalen und internationalen Preisen geehrt. Er ist Träger des Verdienstordens des Landes Berlin und des Roten Adlerordens seines Heimatlandes Brandenburg. 2024 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1.Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Regelmäßig arbeitet er mit dem Salonorchester „Unter’n Linden“ der Staatskapelle Berlin zusammen.
Seit einiger Zeit widmet er sich verstärkt dem Genre des Konzert-Melodrams. So hat er gemeinsam mit diversen Formationen der Staatskapelle Berlin die Melodramen „Der Fluch der Kröte“ und “Die Nachtigall“ von Arnold Winternitz auf CD eingespielt. Erfolgreich sind seine Interpretationen der Melodramen „Das Hexenlied“ (mit Klavier und Orchester) von Max von Schillings und „Enoch Arden“ von Richard Strauss. Eine neue CD mit Melodramen verschiedener Komponisten ist in Vorbereitung.
Andreas Scholl
Der Grammy-nominierte Künstler erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise, darunter den Kulturpreis des Landes Hessen, den er gemeinsam mit seiner Frau, der Pianistin Tamar Halperin, erhielt, den ECHO-Klassik, den Gramophone Award und den Edison Award. Er war der erste Countertenor, der bei der Last Night of the Proms auftrat.
In seiner drei Jahrzehnte umspannenden Karriere hat Andreas Scholl eine Reihe außergewöhnlicher Soloaufnahmen veröffentlicht, darunter „Wanderer“ – eine CD mit deutschem Liedgut in Zusammenarbeit mit Tamar Halperin; „O Solitude“ – ein reines Purcell-Album mit der Accademia Bizantina, das 2012 vom BBC Music Magazine ausgezeichnet wurde, „Arias for Senesino“, „Heroes“ – eine CD mit Arien von Händel, Mozart, Hasse und Gluck, Robert Dowlands „A Musicall Banquet“, „Arcadia“ – eine Sammlung seltener und unveröffentlichter Kantaten von Komponisten aus dem Arkadischen Kreis in Rom, „Wayfaring Stranger“ – eine Auswahl speziell arrangierter englischer und amerikanischer Volkslieder mit dem Orpheus Chamber Orchestra, Bach-Kantaten mit dem Kammerorchester Basel und Vivaldi-Motetten mit dem Australian Brandenburg Orchestra, die alle bei Decca erschienen sind. Seine Diskographie umfasst auch Aufnahmen für die Deutsche Grammophon – Händels Solomon und Saul mit Paul McCreesh – und für Harmonia Mundi, darunter Vivaldis Stabat Mater, Caldaras Maddalena ai piedi di Cristo und „Crystal Tears“ – Lauten- und Consort Songs von John Dowland. Zu seinen DVD-Veröffentlichungen gehören Produktionen von Giulio Cesare (sowohl für Decca als auch für Harmonia Mundi), Rodelinda (Warner) und Partenope (Decca). „Small Gifts of Heaven“, eine Sammlung von Arien für Altstimme von J.S. Bach, die durch zwei der Brandenburgischen Konzerte ergänzt wird, ist eine Zusammenarbeit mit Dorothee Oberlinger und dem Ensemble 1700 und wurde bei Sony veröffentlicht.
Zu Tournee-Highlights zählten zuletzt Aufführungen von Händels Giulio Cesare in konzertanter Fassung mit Cecilia Bartoli sowie in einer Neuproduktion für das Theater Ostrava, Konzerte mit Pergolesis Stabat mater mit Divino Sospiro in Madrid, mit Red Dot Baroque in Singapur und dem Barrocada-Ensemble in Israel und der Türkei, Konzerte und Meisterkurse beim Kyiv Baroque Fest, eine Tournee mit Werken von Tuma mit dem tschechischen Ensemble Baroque beim Prager Frühling in Brünn und Holešov, sowie die Reihe von Caldaras Concordia de‘ pianeti beim Znojmo Music Festival, Duo-Rezitale mit dem Lautenisten Edin Karamazov, das Projekt If music be the food of love mit Maarten Engeltjes und dem Ensemble PRJCT Amsterdam und Konzerte mit Accademia Bizantina und dem Programm Invocazioni Mariane (auch auf CD bei naive).
Scholl sang seine Paraderolle Giulio Cesare bei seinem Debüt an der Oper Frankfurt sowie am Théâtre des Champs-Elysées und bei den Salzburger Festspielen 2012 (an der Seite von Cecilia Bartoli). Als Bertarido gab er sein Debüt beim Glyndebourne Festival und an der Metropolitan Opera (an der Seite von Renée Fleming). In Konzerten trat er unter anderem mit den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic, dem Concertgebouworkest, dem Boston Symphony Orchestra und allen führenden Barockorchestern der Welt auf. Er ist regelmäßiger Gast zahlreicher Kammermusikensembles, darunter dem Kammerorchester Basel, dem Zürcher Kammerorchester, den Tel Aviv Soloists und dem Vienna Morphing Orchestra, mit dem er sich intensiv mit den Werken von Arvo Pärt auseinandersetzte; einige gemeinsame Einspielung ist geplant.
Andreas Scholl wurde als Kind einer Sängerfamilie in Eltville am Rhein geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Kiedricher Chorbuben, einem Chor mit einer 650-jährigen Tradition. Später studierte er bei Richard Levitt und René Jacobs an der Schola Cantorum Basiliensis.
Tamar Halperin
Tamar Halperin studied classical piano and harpsichord at the Juilliard School in New York, where she obtained a Doctor’s degree in 2009, having written her dissertation on J. S. Bach.
She also studied at the Tel-Aviv University, as well as at the Schola Cantorum in Basel, Switzerland, where she further specialised in harpsichord and in Early Music.
While the focus of her activities is Baroque music, Ms. Halperin is also an enthusiastic performer of classical and contemporary music. She has been composing, arranging, and performing pop, jazz, electronic, and new classical music. Her collaboration with Jazz pianist Michael Wollny led to the award-winning albums “Wunderkammer” (2010 Echo prize for “Best Piano Album”) and Wunderkammer XXL (2013 German Critic’s Choice for “Best Jazz Album”, 2014 Echo prize for “Best Big Band Album”). On her first Solo Album, “Satie,” (Edel/Neue Meister, May 2016) she performed on piano, harpsichord, Wurlitzer organ, Hammond organ, and glockenspiels, combined with electronic sound manipulations. Together with her husband, singer Andreas Scholl, she recorded “The Family Songbook,” which is a collection of songs for children & adults in English, German & Hebrew. The album was recorded at their home, performed together with twenty-five members of their extended family, including ten children and one grandmother (Edel/Berlin Classics, November 2018).
In the academic years 2020-2024 she was a Visiting Scholar at Oxford university, where she offers concerts, lectures, presentations, and master classes.
Tamar spent most of her childhood training to be a professional tennis player, competing successfully on a national level. She lives in a village in Germany, together with her husband, Andreas, their young daughter, and their two dogs.
Elisabeth Scholl
Elisabeth Scholl begann ihre musikalische Laufbahn im Chor der Kiedricher Chorbuben und studierte nach dem Abitur zunächst Musikwissenschaft und Anglistik. Ihre bei Prof. Eduard Wollitz begonnene Gesangsausbildung ergänzte sie danach durch ein Studium der Alten Musik und historischer Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis (u.a. bei René Jacobs). Dort wurde Ihr Interesse an der Beschäftigung mit unveröffentlichten Musikhandschriften geweckt, die sie mit großer Begeisterung in Bibliotheken aufspürt, abschreibt und aufführt. Zahlreiche CD-Aufnahmen vom Frühbarock bis zur Romantik belegen ihre stilistische Vielseitigkeit.
Elisabeth Scholl ist bei vielen großen europäischen Festivals als Solistin eingeladen (Schleswig-Holstein Musik-Festival, Rheingau Musik Festival, Lufthansa Festival London, Festwochen Luzern, Festival van Vlaanderen, Händel-Festspiele in Halle, Göttingen und Karlsruhe, BBC Proms u.a.) und arbeitet mit Dirigenten wie René Jacobs, Jos van Immerseel, Frieder Bernius, Enoch zu Guttenberg, Bruno Weil, Nicholas McGegan, Sir Neville Marriner uvm. zusammen.
Neben ihrer Konzerttätigkeit gibt sie Liederabende und war u.a. am Aalto-Theater Essen (Gräfin in Mozarts Figaro, Caio in Vivaldis Ottone in villa), der Staatsoper Berlin (Haydn, Il mondo della luna) und der Vlaamse Opera in Gent (Mozart, Donna Elvira) als Gast engagiert.
Als Professorin für Barockgesang unterrichtete sie seit 2009 an der Hochschule für Musik in Nürnberg. Daneben hatte sie 2016-2017 einen Lehrauftrag an der HfM Weimar inne. Seit dem Sommersemester 2018 ist sie Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Mainz und seit 2021 ist sie die künstlerische Leiterin des Exzellenzprogramms Barock Vokal Akademie.
Daniele Boccacio
Daniele Boccaccio studierte Orgel und Orgelkomposition (1989, Konservatorium „L. Cherubini“ Florenz) und besuchte zahlreiche Meisterkurse (Accademia di musica italiana per Organo in Pistoia mit M. Radulescu, H. Vogel, M. Torrent-Serra, L.F. Tagliavini und S. Innocenti; der Academie d’Orgue «J.S. Bach» in Porrentruy (Schweiz) mit M. Radulescu). An ein Cembalostudium bei A. Fedi in Florenz setzte er seine Studien in Orgel, Cembalo und Generalbaß an der Universität für Musik in Wien fort (M. Radulescu, G. Murray, A. Campagne). Er schloss die Studien mit Auszeichnung ab. Außerdem ist er Preisträger mehrerer Orgelwettbewerbe in Italien.
Seit 2014 unterrichtet er Orgel und Basso Continuo am Konservatorium Antonio Vivaldi in Alessandria. Daneben unterhält er eine rege Konzertätigkeit als Solist (Cembalo und Orgel) und Generalbaßspieler bei verschiedenen Festivals und Konzertreihen in Europa. Zu den zahlreichen CD-Einspielungen, die Daniele Boccaccio als Leiter und Cembalist seines Ensembles Seicento Italiano gemacht hat, zählen: Sonate di violino a voce sola von G.A. Leoni, Rom 1652 (die erste Sammlung in der Musikgeschichte für Violine und Generalbass) und Otto Cantate per Soprano, due violini e basso von Domenico Scarlatti.
2016 nahm er für Label Brilliant Classics Bachs Das Wohltemperierte Klavier an der Orgel auf, eine Einspielung, die auf viel positive Resonanz der Kritik stieß und für den Preis der Deutschen Schalplattenkritik nominiert wurde. Seine letzte kolossale Aufnahme, das ganze Klavierwerk von J.P.Sweelinck (6 CDs) sowohl auf Cembalo als auch auf Orgel, immer für Brilliant Classics, fand große Beachtung in der Musikwelt.




